Vom Helfer zur Pflegefachkraft – ein Portrait von Frederic Höring

Aus der Ausbildung bei miCura: Vom Helfer zur Fachkraft

Frederic Höring erzählt von der Ausbildung bei miCura München Ost

Frederic Höring

Als Quereinsteiger in die Pflege

September 2011. Ich bin Frederic Höring, 30 Jahre alt, habe Politikwissenschaften studiert, Zivildienst geleistet beim Bayerischen Roten Kreuz  und weiß noch nicht genau, wo ich wirklich hin will. Da kommt ein Angebot aus der Altenpflege. Ohne lange zu überlegen greife ich zu. Ich will einen produktiven Beitrag zur Gesellschaft leisten.

Als Quereinsteiger nach einem Studium – also eher zufällig – zu miCura Pflegedienst München Ost in Perlach gekommen, habe ich zunächst als unausgebildeter Pflegehelfer gearbeitet. Da mir die Arbeit und der Umgang mit Menschen schon immer viel Spaß gemacht haben, ich jedoch schnell mehr Verantwortung übernehmen und dieser gerecht werden wollte, begann im Herbst 2011 meine dreijährige Ausbildung zur Examinierten Altenpflegefachkraft. Als solche darf man deutlich mehr als „nur“ Menschen waschen, was auch wichtig ist und nicht so einfach, wie oft angenommen. Möglich wäre auch gewesen, zunächst eine einjährige Ausbildung zum Pflegehelfer zu machen, aber ich war mir sicher, dass die Dreijährige direkt das Richtige für mich ist.

Was lernt man in einer Ausbildung zum Altenpfleger?

Der Altenpflegeberuf ist ein spannender und abwechslungsreicher Beruf mit vielen Entwicklungsmöglichkeiten. Zum Beispiel warten später bei miCura Pflegedienste bei gutem Einsatz oft Führungsaufgaben wie Pflegedienst- oder Bereichsleitung, aber es gibt auch viele Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten wie Wundexperte oder Anleiter für Azubis. Zudem kann man nach der Ausbildung in Richtung Gerontologie, Intensivpflege (z.B. Beatmung) gehen oder auch außerhalb von miCura als Pflegegradprüfer zum MdK. Selbst Krankenhäuser und natürlich Altenpflegeheime suchen ständig ausgebildete oder auszubildende Kräfte. Und die hilfebedürftigen Menschen danken es einem.

Es ist aber auch körperlich und psychisch eine Herausforderung bei manchmal engen Tourplänen und in der Arbeit mit oft dementen oder multimorbiden Menschen.

Mit vielen anderen Auszubildenden aus aller Herren Länder und allen Altersklassen, mit und ohne Vorerfahrung ist die Ausbildung eine Mischung aus theoretischem Lernen in der Schule sowie dem Sammeln praktischer Erfahrung bei einem Ausbildungsträger wie miCura Pflegedienste. Dazu kommen Praktika im Altenheim und im Krankenhaus.

Bei Letzterem trifft dann der Wunsch teilweise widersprüchlich auf die Wirklichkeit. Das in der Schule Gelernte wird in der Praxis umgesetzt. Dennoch fand ich es schon immer wichtig, zu wissen, wie es sein sollte und gleichzeitig zu lernen, wie es auch anders geht oder gehen muss. Nachdem man zunächst von erfahrenen Pflegekräften angeleitet wird, darf man bald alleine Touren fahren und wird nur noch in Dingen eingelernt, die man noch nicht kann. Wichtig war hier immer, nachzufragen wenn Dinge unklar waren. Als Schüler bringt man auch neue Ideen und wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Schule in das eigene Arbeitsteam ein. Umgekehrt teilt man die Erfahrungen aus der Praxis zum Austausch mit Lehrern und Mitschülern.

In der Schule lernt man richtige Hebetechniken wie Kinaesthetik. Zudem lernt man die wichtigsten Krankheitsbilder und wie man Menschen mit z.B. Halbseitenlähmungen nach Schlaganfall richtig anzieht, nämlich von der mehr betroffenen Seite zuerst oder welche Nebenwirkungen Medikamente haben können. Auch rechtlich wird man hier geschult, was man darf und was nicht.

Der richtige berufliche Weg?

Bei mir und bei vielen Klassenkameraden der AP 11B der GGSD in München kam im 2. Ausbildungsjahr ein Tief. Hier braucht man Überzeugung, das Richtige zu tun und ein bisschen Durchhaltevermögen. Es wird anstrengend, die Prüfungen schwieriger und andererseits hat man das erste (Eignungs-)Jahr erfolgreich überstanden. Ich hatte hier die richtigen KlassenkameradInnen, PatientInnen und KollegInnen, die mir durch diese Wochen geholfen haben. Es hat sich gelohnt. Toll war dann wieder das gemeinsame Lernen der ganzen Klasse in einer Berghütte für mehrere Tage zur Vorbereitung auf das Examen nach 3 Jahren. In einem guten Team ist man einfach stärker.

Dafür kann man in der ambulanten Altenpflege selbstständig arbeiten und mir hat es schon immer gefallen, Menschen die Hilfe benötigen und ihren Angehörigen zu helfen, länger zu Hause in der gewohnten Umgebung und in ihrem Umfeld bleiben zu können.

Ich bin auch 2017 stolz, den Weg zum Altenpfleger eingeschlagen und die Ausbildung durchgezogen zu haben. Ich kann auf einem fachlich hohen Niveau arbeiten, Probleme frühzeitig erkennen und Menschen gut pflegen und beraten. Verantwortung zu tragen ist für mich als exam. Altenpfleger mittlerweile kein Problem mehr.

Insofern kann ich die Ausbildung jedem ans Herz legen, der gerne mit Menschen arbeitet, Respekt vor diesen, ihren alltäglichen Herausforderungen und Lebenserfahrungen habt, körperlich und psychisch belastbar ist und sich als Mensch selbst weiterentwickeln möchte.

Wer sich nicht sicher ist, kann gerne ein Praktikum bei miCura absolvieren. Wir bei miCura suchen immer gute und zuverlässige Kräfte!

Ausbildung bei miCura, was bedeutet das angesichts von Pflegekräftemangel?

Es ist ein Beruf mit Zukunft.

Durch die alternde Gesellschaft gewinnt er in der Öffentlichkeit zunehmend an Aufmerksamkeit. Die hilfsbedürftigen Menschen sind angewiesen auf Dich!

 

Wenn Du Dich für eine Ausbildung als Pflegehelfer oder examinierter Alten-/Krankenpfleger entscheidest, wünsche ich Dir viel Erfolg und freue mich auf Dich als Kollege/in in meinem Team oder anderswo in der Pflege.

Grüße,

Dein Frederic Höring

(Exam. Altenpfleger bei miCura Pflegedienste München Ost)